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Menüs für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen

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Menüs für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen

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Symptome erkennen

Es ist häufig gar nicht so einfach zu erkennen, ob Sie oder eine Ihnen nahestehende Person ein Problem mit dem Schlucken hat.

Der Schluckvorgang ist ein komplexer Prozess, der zum Teil bewusst gesteuert werden kann, zum Teil unwillkürlich abläuft. 1.500 bis 2.000-mal schluckt ein Erwachsener täglich mit Hilfe von rund 50 Muskelpaaren Speichel, Nahrung und Flüssigkeit.
Eine Dysphagie (Schluckstörung) kann unterschiedliche Ursachen haben und betrifft vorwiegend ältere Menschen. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein. Angefangen bei leichten Beschwerden bis zur völligen Unfähigkeit zu schlucken. Bei gestörtem Schluckreflex und fehlendem Hustenreflex können Essen und Trinken lebensgefährlich werden.

Es gibt direkte und indirekte Hinweise auf eine mögliche Dysphagie.

Die direkten Hinweise lassen sich unmittelbar beim Essen und Trinken beobachten, z.B.:

  • Husten oder würgen während des Essens oder Trinken
  • ein schmerzhaftes Gefühl oder Unbehagen beim Schlucken
  • Erbrechen des Essens, manchmal durch die Nase
  • die Einbildung, dass Essen im Hals oder in der Brust stecken bleibt
  • Nahrungsreste verbleiben nach dem Schlucken im Mundraum
  • Husten und Räuspern während und nach dem Essen und Trinken

Beschwerden können sich aber auch erst viel später (Stunden bis Tage) nach der Nahrungsaufnahme bemerkbar machen:

  • ungewollter Gewichtsverlust, der die Gefahr einer Mangelernährung birgt
  • unerklärliches Fieber, als möglicher Hinweis auf eine stille Aspiration (Eindringen von Nahrung in die Atemwege) 
  • Dehydration (Austrocknung), weil der Betreffende Angst hat, sich an Getränken zu verschlucken

Die Phasen des Schluckens

Um bei einer möglichen Schluckstörung die Symptome besser zuordnen zu können, ist es sehr hilfreich, die vier Phasen des Schluckvorgangs zu kennen:

1.     Orale Vorbereitungsphase:

Das Essen wird im Mund zerkleinert und eingespeichelt. Benötigt wird dazu eine gute Zungenbeweglichkeit, genügend Speichelproduktion, ein intaktes Gebiss und Kieferngelenk, sowie eine gute Kaumuskulatur.

2.     Orale Phase:

In dieser Phase wird das Essen auf der Zunge zu einem Bolus (Portion) geformt und dann zum Rachen transportiert. Das geschieht alles bewusst. Der Schluckvorgang allerdings funktioniert als Reflex.

Versuchen Sie mal ein Stück von Ihrem Essen ohne Zunge oder ohne den Mund zu schließen zu schlucken. Sie werden feststellen, wie schwer es ist so zu essen.

3.     Pharyngeale Phase (Rachenphase):

In dieser Phase soll der komplette Nasen-Rachen-Raum abgedichtet werden und der Kehldeckel beim Schlucken die Luftröhre und Stimmbänder verschließen. Das Gaumensegel verschließt die Atemwege nach oben zur Nase.

4.     Ösophageale Phase (Speiseröhrenphase):

Jetzt öffnen sich die Atemwege wieder und der Speisebrei wird durch die Speiseröhre zum Magen transportiert. Eine aufrechte Sitzposition kann den Schluckvorgang positiv beeinflussen.

Das Essen wird für Menschen mit Schluckschwierigkeiten zu einem sehr ermüdenden Prozess.

Eine der zuerst auftretenden Zeichen einer Schluckstörung ist die Veränderung des Verhaltens zu Mahlzeiten, darunter Nahrungsverweigerung und Veränderung des Appetits. Deswegen haben Menschen mit Schluckschwierigkeiten oft damit zu kämpfen, dass sie genug essen und trinken, um ihre Flüssigkeits- und Ernährungsbedarf zu erfüllen.

Letztendlich können Schluckstörungen sehr unangenehm sein und die Qualität des Lebens deutlich beeinträchtigen. Der Verzehr von pürierter Kost kann helfen die Ernährungssituation und Esserfahrung zu verbessern, so dass man sich wieder auf das Essen freuen kann und die Lebensqualität verbessert wird.

Test: Verdacht auf Dysphagie?

Frage  ja   nein 
Bereitet der Verzehr einiger Speisen und Getränke Probleme bei den Mahlzeiten?    
Räuspern Sie sich häufig beim Essen und Trinken?    
Müssen Sie öfter husten beim Essen und Trinken?    
Haben Sie oft eine gurgelige oder verschleimt klingende Stimme?    
Behalten Sie nach dem Schlucken Nahrungsreste im Mundraum?    
Verweigern Sie Getränke?    
Haben Sie Angst vor den Mahlzeiten, aus Sorge sich zu verschlucken?    
Empfinden Sie Atemnot beim Essen und Trinken?    
Haben Sie in der letzten Zeit ungewollt an Gewicht verloren? Rutschen Hose oder Rock?    
Benötigen Sie deutlich mehr Zeit für die Mahlzeiten als früher?    
Tritt während oder nach dem Essen Nahrung aus der Nase oder aus dem Mund aus?    

Haben Sie eine oder mehrere Fragen mit JA beantwortet, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und Ihre Beobachtungen abklären lassen.